Freitag, 11. September 2026
Flockenhexe
Freitag, 12. Juni 2026
Scheinerdbeere
Schon gewusst?
Die Indische Scheinerdbeere (Potentilla indica) sieht zum Anbeißen aus – leuchtend rot und kugelig. Doch wer hineinbeißt, erlebt eine wässrige Überraschung: Sie schmeckt fad und ein wenig nach Melone. Im Gegensatz zur Erdbeere hängt ihr Frucht nicht nach unten, sondern reckt sich nach oben. Ihre Blütenblätter sind im Vergleich zu denen der Erdbeerblüten nicht weiß, sondern gelb gefärbt. Botanisch gehört das ursprünglich in Südasien beheimatete und als Zierpflanze importierte Rosengewächs zu den Fingerkräutern und ist damit nur eine entfernte Cousine der Walderdbeere – grundsätzlich aber ungifitg und essbar.
Scheinerdbeere — www.kunstvomfeld.de #scheinerdbeere #pflanzenwissen #wildpflanzen #naturliebe #truehdr
Freitag, 15. Mai 2026
Mutterglück
Schon gewusst?
Elche (Alces alces) sind mit einer Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern und
einem Gewicht von über 400 Kilogramm die größte lebende Hirschart. Die
hervorragenden Schwimmer bringen nach 8 Monaten Tragzeit im Frühjahr meist ein,
manchmal auch zwei Kälber zur Welt. Durch die fettreiche Muttermilch verdoppelt
sich das Geburtsgewicht von rund 10 kg bereits innerhalb der ersten drei
Wochen. Elchkühe sind in dieser Zeit deutlich aggressiver als die Bullen und verteidigen
ihren Nachwuchs mit gezielten Tritten ihrer Vorderhufe, die sogar Bären oder
Wölfe töten können.
Mutterglück — www.kunstvomfeld.de #elch #wildlifephotography #naturwunder
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Freitag, 8. Mai 2026
Duftfächer
Schon gewusst?
Maikäfer (Melolontha) tragen fächerförmige Fühler, mit denen sie Gerüche wahrnehmen
können. Die handförmigen Fächer der Männchen besitzen sieben Lamellen mit
insgesamt etwa 50.000 Geruchssensoren (Weibchen tragen sechs kleinere Lamellen
mit etwa 9.000 dieser Nerven). Dabei können sie Duftstoffe von zerkauten
Pflanzensäften und Pheromonen, die die Weibchen verströmen, aus mehreren hundert
Metern Entfernung wahrnehmen. Die hochsensiblen Geruchsorgane können bei Gefahr
oder im Regen zusammengeklappt oder auf Partnersuche gezielt auseinandergespreizt
werden. Der Maikäfer zeigt damit eindrucksvoll, dass selbst unscheinbare Tiere
hochentwickelte Spezialwerkzeuge besitzen – man muss nur genauer hinsehen.
Duftfächer — www.kunstvomfeld.de #maikäfer #naturwunder #insektenwelt #frühlingsboten
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Sonntag, 3. Mai 2026
Waldkind
Schon gewusst?
Eichen (Quercus) produzieren bis zu 50.000 Eicheln, die vielen Tieren als Nahrungsquelle dienen. Die Nussfrüchte fallen nach dem Abwurf im Herbst zunächst in eine Winterruhe (Dormanz). Durch die Winterkälte werden keimhemmende Hormone abgebaut, so dass bei zunehmender Wärme im Frühjahr zunächst die kleine Pfahlwurzel keimt und senkrecht in den Boden wächst. Gut verankert und mit Wasser versorgt, wächst dann auch der Spross nach oben. Bis zur Bildung von Blättern zur Fotosynthese dienen dabei die beiden Keimblätter (Eichelhälften) als „Rucksackbatterie“, um eingelagerte Nährstoffe für das Wachstum bereitzustellen. Die Keimblätter bilden häufig als Schutz vor UV-Strahlung rote Farbstoffe (Anthocyane).
Waldkind — www.kunstvomfeld.de #naturepower #eichel #forestmagic #mightyoak #truehdr
Freitag, 24. April 2026
Schwarzseher
Schon gewusst?
Freitag, 27. März 2026
Runzelkappe
Schon gewusst?
Die Böhmische Verpel (Verpa bohemica), auch Runzel-Verpel genannt, wird als Frühlingspilz oft mit Morcheln verwechselt, ist aber einfach zu unterscheiden. Ihr Hut ist im Gegensatz zu dem der Morcheln mit dem Stiel nicht auf ganzer Länge, sondern nur an der Spitze verwachsen. Dazu ist der Stiel – besonders bei jungen Exemplaren – wattig gefüllt. Der roh giftige Schlauchpilz ist grundsätzlich essbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit (Rote Liste RL3) geschont werden.
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Freitag, 6. März 2026
Zweigstelle
Freitag, 20. Februar 2026
Eisiger Blick
Schon gewusst?
Freitag, 13. Februar 2026
Winterling
Schon gewusst?
Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist ein ursprünglich in Südeuropa beheimateter Frühblüher, der aus Zierpflanzenansiedlungen in begrenzten Beständen verwildert ist (=Stinsenpflanze). Das Hahnenfußgewächs enthält herzwirksame Glykoside, die bei Verzehr zu Übelkeit und im Extremfall zum Herzstillstand führen können. Durch seine frühe Blüte, die er aufgrund der Speicherung von Reservestoffen in seiner unterirdischen Wurzelknolle hervorbringen kann, ist er eine der ersten Nahrungsquellen für Hummeln und Bienen, deren Vorräte in den Bienenstöcken nach dem Winter fast aufgebraucht sind.
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Freitag, 23. Januar 2026
Samtfußrübling
Schon gewusst?
Der Gemeine Samtfußrübling (Flammulina velutipes) – ein Totholz-Zersetzer – bildet in der kalten Jahreszeit, wenn sich viele andere Pilze zurückgezogen haben, seine Fruchtkörper. Spezielle Proteine sorgen dafür, dass kleine Eiskristalle in seinen Zellen nicht wachsen können und sich damit der Gefrierpunkt herabsetzt. So kann er unbeschadet bei Tauwetter auftauen, weiterwachsen und seine Sporen verbreiten. Der nahe Verwandte des gezüchteten Enoki ist ein hervorragender aromatischer Speisepilz, der allerdings mit dem Gifthäubling einen tödlich giftigen Verwechslungspartner hat.
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Mittwoch, 14. Januar 2026
Farbkugel
Schon gewusst?
Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist nicht zuletzt aufgrund seiner geringen Fluchtdistanz einer unserer beliebtesten Gartenvögel. Im Winter stellen die Vögel ihr Gefieder auf, um Hohlräume zwischen Federn und Haut zu schaffen, da die eingeschlossene Luft ein schlechter Wärmeleiter ist und damit ähnlich wie eine Daunenjacke gegen die Außenkälte isoliert. Ein aufgeplustertes Rotkehlchen ist also nicht fett, sondern versucht aktiv, seine Körpertemperatur von etwa 40°C zu halten.
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Freitag, 2. Januar 2026
Wintergold
Schon
gewusst?
Der Frost-Schneckling (Hygrophorus hypothejus) ist ein ausgezeichneter Speisepilz
mit einem unscheinbaren grauen Hut und im Alter goldgelben, entfernt stehenden Lamellen,
der häufig in Massen auftritt. Der strenge Mykorrhizapartner der Kiefer erscheint
oft erst nach den ersten Nachtfrösten im Spätherbst und nutzt diese ökologische
Nische, in der kaum noch Konkurrenz durch andere Pilze herrscht. Seine viskose
Schleimschicht schützt ihn vor Austrocknung und dient als Frostschutz.
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Freitag, 19. Dezember 2025
Tropfsteinwand
Schon gewusst?
Die Gelbe Braunfäuletramete (Antrodia xantha) ist ein faszinierender Pilz, der oft übersehen wird, weil er sich meist auf Nadelholz als dünne Schicht (=resupinat) ausbreitet. Der anfangs zitronengelbe Pilz bildet erst im Alter kleine Hüte mit Poren. Er baut im Holz Zellulose ab, lässt das brüchige dunklere Lignin zurück und erzeugt durch diese Braunfäule charakteristische, dunkelbraune Würfel (den sogenannte Würfelbruch). Im Wald ist das ein wichtiger Prozess, um Nährstoffe zurück in den Boden zu führen.
Tropfsteinwand — www.kunstvomfeld.de Fächerkoralle — www.kunstvomfeld.de
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Freitag, 5. Dezember 2025
Fächerkoralle
Schon gewusst?
Der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum commune) ist ein Folgezersetzer und Wundparasit auf verschiedenen Laub- und Nadelhölzern, der im Holz Weißfäule erzeugt. Seinen Namen verdankt er den spaltförmigen Lamellen (=Blättern), die sich bei Trockenheit schließen. Erst bei ausreichender Feuchtigkeit gibt er durch Öffnen dieser Kammern die Sporen zur Ausbreitung frei. Es gibt Berichte, dass die eingeatmeten Sporen des Pilzes bei immungeschwächten Personen zu Mycelwachstum in deren Lunge und anderen Organen geführt haben sollen.
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Freitag, 28. November 2025
Wolfsheulen
Schon gewusst?
Der Tundrawolf (Canis lupus albus) ist durch sein helles Fell in den schneebedeckten Gebieten zwischen Finnland und Kamtschatka bestens getarnt. Sein anfangs noch braunes Fell, das immer weiter verblasst, tarnt die Welpen gut im Bau und absorbiert besser die Wärme. Das Heulen der Wölfe wird im Rudel wie ein Schlachtruf zur sozialen Bindung eingesetzt, dient aber auch zum Wiederfinden, der Partnersuche und zur Revierverteidigung. Wölfe heulen nicht den Mond an, sondern jagen und kommunizieren durch ihre Dämmerungsaktivität im hellen Mondlicht häufiger. Den Kopf legen sie dabei in den Nacken, um den Schall besser verbreiten zu können.
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Freitag, 21. November 2025
Tropfsteinhöhlen
Schon gewusst?
Der Dornige Stachelbart (Hericium cirrhatum) ist ein Pilz, der meist zwischen August und November an Jahre altem morschem Holz abgestorbener Buchen oder Birken zu finden ist und dort Weißfäule auslöst. Im Gegensatz zu anderen Stachelbärten bildet er konsolenförmige seitlingsähnliche Hüte aus, die mit den kleinen namensgebenden Dornen besetzt sind. Die Sporen werden an den unzähligen Stacheln auf der Unterseite gebildet. Er gilt als grundsätzlich essbar, sollte aber aufgrund seiner Seltenheit und Gefährdung (Rote Liste G3) geschont werden.
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Freitag, 14. November 2025
Totentrompeten
Schon gewusst?
Die Totentrompete (Craterellus cornucopioides) ist eine Pilzart aus der Ordnung der Pfifferlingsartigen. Ihr Name stammt von der trompetenförmigen Form und dem vermehrten Auftreten der Fruchtkörper zumeist um die Totengedenktage Anfang November. Sie bevorzugt kalkreiche Böden unter Buchen – also ähnliche Habitate, wie sie über Jahrhunderte an Bestattungsplätzen herrschten, da die Leichname in den Grablöchern mit gelöschtem Kalk bedeckt wurden. Entgegen der düstereren Bezeichnung duftet die Herbsttrompete, wie sie auch genannt wird, nach Aprikosen und ist ein aromatischer Speisepilz.
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Freitag, 31. Oktober 2025
Herbsttöne
Schon gewusst?
Der Violette Lacktrichterling (Laccaria amethystina) ist ein durchgängig
violett gefärbter Pilz, der gerne in Symbiose mit Buchen aber auch anderen
Laub- und Nadelbäumen wächst. Bei Trockenheit und im Alter kann er grau-weißlich
verblassen und auch bräunliche Farbtöne annehmen. Er ist grundsätzlich essbar,
reichert aber gerne Schwermetalle, insbesondere Arsen an, so dass er besonders
auf belasteten Böden nicht gesammelt werden sollte. Der Pilz ist ein schönes Beispiel
dafür, dass die Lamellenfarbe – besonders im jungen Stadium – kein Indiz für die
Sporenpulverfarbe (in diesem Fall weiß) sein muss.
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Freitag, 17. Oktober 2025
Kuhmaul
Schon gewusst?
Der Große Schmierling (Gomphidius glutinosus) wird auch als Kuhmaul bezeichnet, da er jung von einer zähen Schleimhülle bedeckt ist. Der Mykorrhizapilz wächst gerne im sauren Nadelwald bei Fichten und ist meist nach ausreichenden Niederschlägen in Höhenlagen über 300m zu finden. Er gilt - besonders jung - als guter Speisepilz, wobei die Schleimschicht noch im Wald vor der Mitnahme entfernt werden sollte.
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