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Freitag, 14. August 2026

Morgenröte


Schon gewusst?

Die Südbüscheleule (Ptilopsis granti), auch Südliche Weißgesichtseule genannt, trägt den Spitznamen „Transformer-Eule“, da sie je nach Bedrohungslage ihre Körperform ändert. Bei leicht überlegenen Feinden plustert sie ihr gesamtes Gefieder massiv auf und breitet die Flügel aus. Dadurch wirkt sie doppelt so groß und einschüchternd. Bei deutlich größeren Feinden (z. B. Adlern) macht sie sich extrem dünn. Sie zieht ihr Gefieder ganz eng an den Körper, streckt sich in die Länge und kneift die leuchtend orangen Augen zu schmalen Schlitzen zusammen. In dieser Haltung sieht sie exakt aus wie ein abgebrochener, toter Ast und verschmilzt perfekt mit dem Baum. 

Morgenröte — www.kunstvomfeld.de #südbüscheleule #transformereule #eule #owl #truehdr

Samstag, 1. August 2026

Steinkauz


Schon gewusst?

Der Steinkauz (Athene noctua) jagt im Gegensatz zu den meisten anderen Eulen seine Beute nicht lautlos in der Luft, sondern bevorzugt am Boden. Wenn das Gras auf Weiden oder Wiesen kurz genug ist, sprintet er auf seinen langen Beinen geradezu hinter Käfern, Regenwürmern oder Heuschrecken her. Aber auch Mäuse, Amphibien und Reptilien gehören auf seinen Speiseplan. Früher galt er als „Totenvogel“, da bei Sterbenden oft Kerzen am Fenster brannten und Insekten und damit Steinkäuze anlockten. Für die Angehörigen wirkte es, als würde der Vogel auf den Tod warten.

Steinkauz — www.kunstvomfeld.de #steinkauz #eulenliebe #naturfotografie #vogelbeobachtung #truehdr

Freitag, 10. Juli 2026

Piepshow

 

Schon gewusst?

Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) ist mit gerade einmal 14 Zentimetern Größe und einem Gewicht von nur etwa 15 Gramm (so viel wie drei Stück Würfelzucker) ein echter Weltenbummler. Als Langstreckenzieher überwintert er nicht etwa in Südeuropa, sondern fliegt jedes Jahr bis zu 8000 Kilometer in die Savannen der Sahelzone südlich der Sahara. Er teilt sich sein Winterquartier also mit afrikanischen Wildtieren. Als Halbhöhlenbrüter liebt er knorrige Bäume auf alten Streuobstwiesen, die bei uns immer seltener werden.

Piepshow — www.kunstvomfeld.de #gartenrotschwanz #singvogel #streuobstwiese #vogelschutz #truehdr


Freitag, 19. Juni 2026

Farbenflug


Schon gewusst?

Der Bienenfresser (Merops apiaster) gehört zu den farbenprächtigsten Vögeln, die in unseren Breitengraden brüten. Den Winter verbringt er in Savannengebieten im Süden und Westen Afrikas. Seine Lieblingsspeise – Bienen, Wespen und Hornissen – „entgiftet“ er, indem er seine im Flug gefangene Beute auf Zweige schlägt und über das Holz reibt, um Giftdrüsen und Stachel unschädlich zu machen. Durch die wärmeren Sommer leben inzwischen etwa 6.500 Brutpaare in Deutschland (2009 waren es noch rund 800 Paare). Sie graben bis zu 2 Meter tiefe Höhlen in steile Sand- oder Lehmwände, um dort 5-7 Eier abzulegen.

Farbenflug — www.kunstvomfeld.de #bienenfresser #beeeater #vogelfotografie #heimischevögel #truehdr


Sonntag, 3. Mai 2026

Waldkind

 

Schon gewusst?

Eichen (Quercus) produzieren bis zu 50.000 Eicheln, die vielen Tieren als Nahrungsquelle dienen. Die Nussfrüchte fallen nach dem Abwurf im Herbst zunächst in eine Winterruhe (Dormanz). Durch die Winterkälte werden keimhemmende Hormone abgebaut, so dass bei zunehmender Wärme im Frühjahr zunächst die kleine Pfahlwurzel keimt und senkrecht in den Boden wächst. Gut verankert und mit Wasser versorgt, wächst dann auch der Spross nach oben. Bis zur Bildung von Blättern zur Fotosynthese dienen dabei die beiden Keimblätter (Eichelhälften) als „Rucksackbatterie“, um eingelagerte Nährstoffe für das Wachstum bereitzustellen. Die Keimblätter bilden häufig als Schutz vor UV-Strahlung rote Farbstoffe (Anthocyane).

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Freitag, 6. März 2026

Zweigstelle

 


Schon gewusst?

Der Uhu (Bubo bubo) ist die größte Eulenart der Welt. Weibchen können eine Flügelspannweite von bis zu 1,80 Metern bei einem Gewicht über 4 Kilogramm erreichen. Die Federohren am Kopf haben nichts mit dem Gehör zu tun. Sie dienen der Tarnung, der Kommunikation und helfen dabei, die Silhouette des Uhus im Geäst aufzubrechen. Die Federn des Uhus haben weiche, fein gefranste Ränder. Diese Struktur bricht den Luftstrom auf und dämpft das Fluggeräusch. Ein Uhu im Sturzflug ist für seine Beute praktisch komplett lautlos.

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Farbkugel

 

Schon gewusst?

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist nicht zuletzt aufgrund seiner geringen Fluchtdistanz einer unserer beliebtesten Gartenvögel. Im Winter stellen die Vögel ihr Gefieder auf, um Hohlräume zwischen Federn und Haut zu schaffen, da die eingeschlossene Luft ein schlechter Wärmeleiter ist und damit ähnlich wie eine Daunenjacke gegen die Außenkälte isoliert. Ein aufgeplustertes Rotkehlchen ist also nicht fett, sondern versucht aktiv, seine Körpertemperatur von etwa 40°C zu halten.

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Freitag, 19. September 2025

Kronleuchter

Schon gewusst?

Die Verzweigte Becherkoralle (Artomyces pyxidatus) besiedelt morsches Totholz. Die kleinen Verzweigungen an ihren Ästen enden in kleinen vertieften Bechern, die durch die umsäumenden Spitzen wie kleine Kronen aussehen. Sie erinnern an einen Armleuchter und gaben ihr auch den Namen „Kanderlaberkoralle“. Alte Baumstümpfe und liegende Stämme bieten einen wichtigen Lebensraum für holzbewohnende Artengemeinschaften.

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Freitag, 27. Juni 2025

Platzhirsch

 

Schon gewusst?

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) - unsere größte Käferart - frisst keine Blätter, sondern saugt mit seinen pinselförmigen Mundwerkzeugen (gerne von Hefepilzen vergorene) Pflanzensäfte und kann durch die darin enthaltenen Alkohole betrunken werden. Das aus den Oberkiefern umgebildete „Geweih“ der Männchen dient lediglich Rivalenkämpfen und zum Festhalten während der Paarung.
 
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