Schon gewusst?
Freitag, 28. August 2026
Entdeckt
Schon gewusst?
Freitag, 24. Juli 2026
Igelfliege
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Die Igelfliege (Tachina fera), ein friedlicher veganer Bestäuber, der gerne Nektar und Pollen von Doldenblütlern sammelt und durch seine Borsten auf dem Hinterleib an einen Igel erinnert, führte in seiner Kindheit ein grausiges Doppelleben. Aus dem Ei geschlüpft, bohrte sie sich als Larve in eine Raupe und ernährte sich zunächst von deren Körperflüssigkeiten und Fettzellen, um ihren Wirt am Leben zu halten. Später fraß sie deren lebenswichtige Organe auf, kroch aus ihrer Hülle und verpuppte sich am Erdboden. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie gerne in der forstlichen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
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Freitag, 19. Juni 2026
Farbenflug
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Der Bienenfresser (Merops apiaster) gehört zu den farbenprächtigsten Vögeln, die in unseren Breitengraden brüten. Den Winter verbringt er in Savannengebieten im Süden und Westen Afrikas. Seine Lieblingsspeise – Bienen, Wespen und Hornissen – „entgiftet“ er, indem er seine im Flug gefangene Beute auf Zweige schlägt und über das Holz reibt, um Giftdrüsen und Stachel unschädlich zu machen. Durch die wärmeren Sommer leben inzwischen etwa 6.500 Brutpaare in Deutschland (2009 waren es noch rund 800 Paare). Sie graben bis zu 2 Meter tiefe Höhlen in steile Sand- oder Lehmwände, um dort 5-7 Eier abzulegen.
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Freitag, 8. Mai 2026
Duftfächer
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Maikäfer (Melolontha) tragen fächerförmige Fühler, mit denen sie Gerüche wahrnehmen
können. Die handförmigen Fächer der Männchen besitzen sieben Lamellen mit
insgesamt etwa 50.000 Geruchssensoren (Weibchen tragen sechs kleinere Lamellen
mit etwa 9.000 dieser Nerven). Dabei können sie Duftstoffe von zerkauten
Pflanzensäften und Pheromonen, die die Weibchen verströmen, aus mehreren hundert
Metern Entfernung wahrnehmen. Die hochsensiblen Geruchsorgane können bei Gefahr
oder im Regen zusammengeklappt oder auf Partnersuche gezielt auseinandergespreizt
werden. Der Maikäfer zeigt damit eindrucksvoll, dass selbst unscheinbare Tiere
hochentwickelte Spezialwerkzeuge besitzen – man muss nur genauer hinsehen.
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Freitag, 24. April 2026
Schwarzseher
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Freitag, 27. März 2026
Runzelkappe
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Die Böhmische Verpel (Verpa bohemica), auch Runzel-Verpel genannt, wird als Frühlingspilz oft mit Morcheln verwechselt, ist aber einfach zu unterscheiden. Ihr Hut ist im Gegensatz zu dem der Morcheln mit dem Stiel nicht auf ganzer Länge, sondern nur an der Spitze verwachsen. Dazu ist der Stiel – besonders bei jungen Exemplaren – wattig gefüllt. Der roh giftige Schlauchpilz ist grundsätzlich essbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit (Rote Liste RL3) geschont werden.
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Freitag, 19. Dezember 2025
Tropfsteinwand
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Die Gelbe Braunfäuletramete (Antrodia xantha) ist ein faszinierender Pilz, der oft übersehen wird, weil er sich meist auf Nadelholz als dünne Schicht (=resupinat) ausbreitet. Der anfangs zitronengelbe Pilz bildet erst im Alter kleine Hüte mit Poren. Er baut im Holz Zellulose ab, lässt das brüchige dunklere Lignin zurück und erzeugt durch diese Braunfäule charakteristische, dunkelbraune Würfel (den sogenannte Würfelbruch). Im Wald ist das ein wichtiger Prozess, um Nährstoffe zurück in den Boden zu führen.
Tropfsteinwand — www.kunstvomfeld.de Fächerkoralle — www.kunstvomfeld.de
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Freitag, 14. November 2025
Totentrompeten
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Die Totentrompete (Craterellus cornucopioides) ist eine Pilzart aus der Ordnung der Pfifferlingsartigen. Ihr Name stammt von der trompetenförmigen Form und dem vermehrten Auftreten der Fruchtkörper zumeist um die Totengedenktage Anfang November. Sie bevorzugt kalkreiche Böden unter Buchen – also ähnliche Habitate, wie sie über Jahrhunderte an Bestattungsplätzen herrschten, da die Leichname in den Grablöchern mit gelöschtem Kalk bedeckt wurden. Entgegen der düstereren Bezeichnung duftet die Herbsttrompete, wie sie auch genannt wird, nach Aprikosen und ist ein aromatischer Speisepilz.
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Freitag, 7. November 2025
Flugblatt
Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist ein wahres Juwel der
Flüsse: Sein schillernd blau-orangefarbenes Gefieder wirkt fast tropisch. Er
fliegt mit bis zu 90km/h über das Wasser und jagt durch Eintauchen kleine
Fische, die er blitzschnell mit seinem spitzen Schnabel erbeutet. Trotz seiner
Farben ist er gut getarnt – von oben blau wie das Wasser, von unten orange wie
das Blattwerk oder wie steile lehmige Uferwände, in die er seine etwa 1m langen
Brutröhren gräbt. Selbst im Winter bleibt er seinem Revier treu.
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Freitag, 31. Oktober 2025
Herbsttöne
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Der Violette Lacktrichterling (Laccaria amethystina) ist ein durchgängig
violett gefärbter Pilz, der gerne in Symbiose mit Buchen aber auch anderen
Laub- und Nadelbäumen wächst. Bei Trockenheit und im Alter kann er grau-weißlich
verblassen und auch bräunliche Farbtöne annehmen. Er ist grundsätzlich essbar,
reichert aber gerne Schwermetalle, insbesondere Arsen an, so dass er besonders
auf belasteten Böden nicht gesammelt werden sollte. Der Pilz ist ein schönes Beispiel
dafür, dass die Lamellenfarbe – besonders im jungen Stadium – kein Indiz für die
Sporenpulverfarbe (in diesem Fall weiß) sein muss.
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Freitag, 27. Juni 2025
Platzhirsch



















