Freitag, 21. August 2026
Kettenglied
Samstag, 1. August 2026
Steinkauz
Schon gewusst?
Der Steinkauz (Athene noctua) jagt im Gegensatz zu den meisten anderen Eulen seine Beute nicht lautlos in der Luft, sondern bevorzugt am Boden. Wenn das Gras auf Weiden oder Wiesen kurz genug ist, sprintet er auf seinen langen Beinen geradezu hinter Käfern, Regenwürmern oder Heuschrecken her. Aber auch Mäuse, Amphibien und Reptilien gehören auf seinen Speiseplan. Früher galt er als „Totenvogel“, da bei Sterbenden oft Kerzen am Fenster brannten und Insekten und damit Steinkäuze anlockten. Für die Angehörigen wirkte es, als würde der Vogel auf den Tod warten.
Steinkauz — www.kunstvomfeld.de #steinkauz #eulenliebe #naturfotografie
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Freitag, 17. Juli 2026
Jungfernstieg
Schon gewusst?
Freitag, 10. Juli 2026
Piepshow
Schon gewusst?
Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) ist mit gerade einmal 14 Zentimetern Größe und einem Gewicht von nur etwa 15 Gramm (so viel wie drei Stück Würfelzucker) ein echter Weltenbummler. Als Langstreckenzieher überwintert er nicht etwa in Südeuropa, sondern fliegt jedes Jahr bis zu 8000 Kilometer in die Savannen der Sahelzone südlich der Sahara. Er teilt sich sein Winterquartier also mit afrikanischen Wildtieren. Als Halbhöhlenbrüter liebt er knorrige Bäume auf alten Streuobstwiesen, die bei uns immer seltener werden.
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Freitag, 5. Juni 2026
Lachsack
Schon gewusst?
Die Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) lockt Insekten nicht mit
Nektar an, sondern setzt auf sexuelle Täuschung. Ihre Blüte ahmt Optik und
Duftstoffcocktail weiblicher Bienen perfekt nach, sodass paarungswillige
Männchen bei der versuchten Kopulation unwissentlich Pollen übertragen. Die
große evolutionäre Ironie daran ist jedoch, dass die Pflanze diese aufwendige
Strategie in unseren Breiten kaum noch nutzt. Da die passenden Insekten oft
fehlen, bestäubt sie sich fast ausschließlich selbst, indem sich ihre Pollenpakete
gezielt auf die eigene Narbe biegen.
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Freitag, 29. Mai 2026
Zungenblüten
Schon gewusst?
Die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) ist eine geschützte heimische Orchidee, deren Blüten einen strengen Geruch nach Ziegenbock verströmen. Ihre Blütenblätter bilden lange Zungen, die die Pflanze wie durch ausgerollte Teppiche für Wildbienen noch attraktiver erscheinen lässt (sog. „Zungenblüten“ sind aus botanischer Sicht übrigens nur bei den Korbblütlern zu finden). Durch die spiralförmige Drehung erreichen diese „Riemen“ trotz der geringen Biomasse mehr Stabilität. Als evolutionärer Clou verspricht die Nektartäuschblume durch Duft und Optik gewaltige Nektarmengen, hinterlässt auf ihren Besuchern aber nur klebrige Pollenpakete.
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Freitag, 22. Mai 2026
Rosahelme
Schon gewusst?
Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist eine streng geschützte Orchidee,
die bei uns auf meist sonnigen, nährstoffarmen und kalkhaltigen
Halbtrockenrasen zu finden ist. Ihr wissenschaftlicher Name (lat. miles=Soldat)
ist wörtlich zu nehmen, da die oberen Blütenblätter einen Helm ausbilden, während
der untere Blütenteil wie eine Figur mit kleinen Armen und Beinen auszusehen
scheint. Ein Blütenstand wirkt aus der Nähe betrachtet wie eine Ansammlung
winziger, schwebender Soldaten. In der modernen Systematik der Pflanzen, die
Carl von Linné 1753 aufstellte, ist sie Typus-Art für die gesamte weltweite Gattung
der Orchideen.
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Freitag, 15. Mai 2026
Mutterglück
Schon gewusst?
Elche (Alces alces) sind mit einer Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern und
einem Gewicht von über 400 Kilogramm die größte lebende Hirschart. Die
hervorragenden Schwimmer bringen nach 8 Monaten Tragzeit im Frühjahr meist ein,
manchmal auch zwei Kälber zur Welt. Durch die fettreiche Muttermilch verdoppelt
sich das Geburtsgewicht von rund 10 kg bereits innerhalb der ersten drei
Wochen. Elchkühe sind in dieser Zeit deutlich aggressiver als die Bullen und verteidigen
ihren Nachwuchs mit gezielten Tritten ihrer Vorderhufe, die sogar Bären oder
Wölfe töten können.
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Freitag, 26. Dezember 2025
Eiseskälte
Freitag, 10. Oktober 2025
Heißluft
Schon gewusst?
Der Rothirsch (Cervus elaphus) wirft jährlich im Frühjahr sein Geweih ab und bildet es in etwa fünf Monaten neu. Mit zunehmendem Alter bildet es mehr Verzweigungen und wird größer – im Alter nimmt die Größe allerdings wieder ab, so dass sich das Alter am Geweih nicht genau ermitteln lässt. Zwischen September und Oktober findet die Brunft statt, in der die Hirsche mit kilometerweit hörbarem Röhren Konkurrenten abschrecken und Weibchen (Hirschkühe) anlocken. In dieser Zeit fressen Hirsche fast nichts und verlieren rund 20% ihres Körpergewichts.
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Freitag, 26. September 2025
Dauerwelle
Schon gewusst?
Das Europäische Mufflon (Ovis gmelini musimon) - ursprünglich in Korsika und Sardinien
beheimatet – trägt spiralförmig eingedrehte Hörner, sogenannte Schnecken mit
regelmäßigen Schmuckwulsten und tieferen in der Winterzeit entstehende Rillen,
an denen sich wie bei Jahresringen von Bäumen das Alter der Tiere ablesen
lässt. Die Hörner nutzen die Widder zur Brunftzeit für Rammstöße gegen Rivalen.
Mit ihren feinen Sinnen können sie Feinde schon aus 1000m Distanz sehen und aus
über 300m Entfernung riechen.
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Freitag, 12. September 2025
Augentrost
Schon gewusst?
Der Steife Augentrost (Euphrasia stricta) ist ein Sommerwurzgewächs
aus der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Die halbparasitäre Pflanze zapft die
Wurzeln beispielsweise umliegender Gräser an, um Nährstoffe zu beziehen, kann
aber auch selbst Photosynthese betreiben. Bereits im Mittelalter wurde der Tee des
Gemeinen Augentrost als Spülung oder Wundauflage zur Behandlung von Bindehautentzündungen
eingesetzt.
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Freitag, 8. August 2025
Rotfuchs
Schon gewusst?
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist ein anspruchsloser Allesfresser. Auf seiner Speisekarte stehen Mäuse, Kaninchen, Vögel, Insekten, Obst, Aas und sogar Pilze. Manche Füchse teilen sich sogar einen Bau mit Kaninchen, ohne diese anzugreifen. Als Vorrat gräbt der Fuchs überschüssige Nahrung rund 10cm tief ein. Der von ihm durch Nager aufgenommene und selten auf Menschen übertragbare „Fuchsbandwurm“ gelangt meist durch die Atmung z.B. durch Aufwirbelung von Bandwurmeiern bei der Ernte in den menschlichen Organismus. Eine Übertragung durch Waldbeeren oder Pilze konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
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Freitag, 1. August 2025
Hochzeitskleid
Schon gewusst?
Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) findet man inzwischen in einigen Regionen Deutschlands. Die Fangschrecke lauert gut getarnt unter anderem Heuschrecken auf, die sie im Bruchteil eines menschlichen Lidschlags erbeutet. Bevor sie ihre volle Körperlänge von 6 bis 8 cm erreicht, häutet sie sich etwa 6 bis 10 Mal. Nach der letzten Häutung (Adulthäutung) muss sie sich senkrecht mit dem Kopf nach oben positionieren, um ihre Flügel mit der Schwerkraft gerade aushärten zu lassen. Ihr jeweils neues Außenskelett (Exoskelett) ist anfangs noch weich und farblos und nimmt innerhalb weniger Stunden je nach Untergrund eine grüne, gelbliche oder braune Farbe an.
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Freitag, 25. Juli 2025
Scheininsekt
Schon gewusst?
Die Wilde Möhre (Daucus carota) bildet häufig in der Mitte ihrer weißen Blütendolde eine purpur-schwarze sterile Blüte aus, die als „Scheininsekt“ anderen Bestäubern signalisieren soll, dass hier viel Nektar bzw. Pollen ergattert werden kann. Wissenschaftler der Universität Bielefeld konnten sogar nachweisen, dass diese Optik einer scheinbar dunkelroten Galle vor dem Anflug der pflanzenschädigenden Möhrengallmücke schützt, da diese scheinbar schon befallen wirkt. Diese so genannte „Mohrenblüte“ verhalf ihr auch zu ihrem Namen. Schon in der Steinzeit wurde dieser Doldenblütler - die Wildform unserer heutigen Kulturmöhre - als Wurzelgemüse verwendet.
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Freitag, 20. Juni 2025
Todesglocke
Schon gewusst?



















