Schon gewusst?
Freitag, 17. Juli 2026
Jungfernstieg
Schon gewusst?
Freitag, 10. Juli 2026
Piepshow
Schon gewusst?
Der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) ist mit gerade einmal 14 Zentimetern Größe und einem Gewicht von nur etwa 15 Gramm (so viel wie drei Stück Würfelzucker) ein echter Weltenbummler. Als Langstreckenzieher überwintert er nicht etwa in Südeuropa, sondern fliegt jedes Jahr bis zu 8000 Kilometer in die Savannen der Sahelzone südlich der Sahara. Er teilt sich sein Winterquartier also mit afrikanischen Wildtieren. Als Halbhöhlenbrüter liebt er knorrige Bäume auf alten Streuobstwiesen, die bei uns immer seltener werden.
Piepshow — www.kunstvomfeld.de #gartenrotschwanz #singvogel #streuobstwiese #vogelschutz #truehdr
Freitag, 3. Juli 2026
Vielflieger
Schon gewusst?
Die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) imitiert farblich eine Wespe, ist aber aufgrund ihres fehlenden Stachels für uns Menschen völlig harmlos. Im Gegensatz zu Bienen oder Wespen besitzt sie nur ein einziges Flügelpaar, während das andere sich zu sogenannten Schwingkölbchen zurückgebildet hat und ihr wie winzige Gyroskope, die kleinste Drehungen messen, Stabilität verleiht. Der Rüttelflug (das Stehenbleiben in der Luft) mit rund 300 Flügelschlägen pro Sekunde verschafft ihr einen perfekten Überblick und ist im Zusammenhang mit abrupten Flugmanövern für ihre Fressfeinde ein Albtraum, da diese die Flugbahnen ihrer Beute meist vorausberechnen.
Vielflieger — www.kunstvomfeld.de #schwebfliege #gartennützling #insektenwissen #insektenimflug #truehdr
Freitag, 26. Juni 2026
Storchschnabel
Schon gewusst?
Das Ruprechtskraut (Geranium robertianum) ist eine dieser Pflanzen, an denen man beim Waldspaziergang oft achtlos vorbeigeht. Charakteristisch bei allen Vertretern ihrer Gattung ist der namensgebende Storchschnabel, eine lange Spaltfrucht, die sich nach der Blüte durch Längenwachstum der Fruchtblätter bildet und durch explosionsartiges Aufreißen ihre Samen bis zu 6 Meter weit verteilt. Der unangenehm herbe Geruch, der beim Zerreiben ihrer Blätter entsteht und gerne zur Mückenabwehr genutzt wird, hat der Pflanze auch den Beinamen „Stinkender Storchschnabel“ eingebracht. Spannend sind auch die Blattgelenke an der Stielbasis ihrer Blätter, die es ihr ermöglichen, je nach Sonnenstand im Tagesverlauf die Blätter auszurichten und damit auch an schattigen Orten zu wachsen.
Storchschnabel — www.kunstvomfeld.de #ruprechtskraut #storchschnabel #wildkräuter #heilpflanzen #truehdr
Freitag, 19. Juni 2026
Farbenflug
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Der Bienenfresser (Merops apiaster) gehört zu den farbenprächtigsten Vögeln, die in unseren Breitengraden brüten. Den Winter verbringt er in Savannengebieten im Süden und Westen Afrikas. Seine Lieblingsspeise – Bienen, Wespen und Hornissen – „entgiftet“ er, indem er seine im Flug gefangene Beute auf Zweige schlägt und über das Holz reibt, um Giftdrüsen und Stachel unschädlich zu machen. Durch die wärmeren Sommer leben inzwischen etwa 6.500 Brutpaare in Deutschland (2009 waren es noch rund 800 Paare). Sie graben bis zu 2 Meter tiefe Höhlen in steile Sand- oder Lehmwände, um dort 5-7 Eier abzulegen.
Farbenflug — www.kunstvomfeld.de #bienenfresser #beeeater #vogelfotografie #heimischevögel #truehdr
Freitag, 12. Juni 2026
Scheinerdbeere
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Die Indische Scheinerdbeere (Potentilla indica) sieht zum Anbeißen aus – leuchtend rot und kugelig. Doch wer hineinbeißt, erlebt eine wässrige Überraschung: Sie schmeckt fad und ein wenig nach Melone. Im Gegensatz zur Erdbeere hängt ihr Frucht nicht nach unten, sondern reckt sich nach oben. Ihre Blütenblätter sind im Vergleich zu denen der Erdbeerblüten nicht weiß, sondern gelb gefärbt. Botanisch gehört das ursprünglich in Südasien beheimatete und als Zierpflanze importierte Rosengewächs zu den Fingerkräutern und ist damit nur eine entfernte Cousine der Walderdbeere – grundsätzlich aber ungifitg und essbar.
Scheinerdbeere — www.kunstvomfeld.de #scheinerdbeere #pflanzenwissen #wildpflanzen #naturliebe #truehdr
Freitag, 5. Juni 2026
Lachsack
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Die Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) lockt Insekten nicht mit
Nektar an, sondern setzt auf sexuelle Täuschung. Ihre Blüte ahmt Optik und
Duftstoffcocktail weiblicher Bienen perfekt nach, sodass paarungswillige
Männchen bei der versuchten Kopulation unwissentlich Pollen übertragen. Die
große evolutionäre Ironie daran ist jedoch, dass die Pflanze diese aufwendige
Strategie in unseren Breiten kaum noch nutzt. Da die passenden Insekten oft
fehlen, bestäubt sie sich fast ausschließlich selbst, indem sich ihre Pollenpakete
gezielt auf die eigene Narbe biegen.
Lachsack — www.kunstvomfeld.de #bienenragwurz #ophrysapifera #heimischeorchideen #naturliebe #truehdr
Freitag, 29. Mai 2026
Zungenblüten
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Die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) ist eine geschützte heimische Orchidee, deren Blüten einen strengen Geruch nach Ziegenbock verströmen. Ihre Blütenblätter bilden lange Zungen, die die Pflanze wie durch ausgerollte Teppiche für Wildbienen noch attraktiver erscheinen lässt (sog. „Zungenblüten“ sind aus botanischer Sicht übrigens nur bei den Korbblütlern zu finden). Durch die spiralförmige Drehung erreichen diese „Riemen“ trotz der geringen Biomasse mehr Stabilität. Als evolutionärer Clou verspricht die Nektartäuschblume durch Duft und Optik gewaltige Nektarmengen, hinterlässt auf ihren Besuchern aber nur klebrige Pollenpakete.
Zungenblüten — www.kunstvomfeld.de #bocksriemenzunge #himantoglossumhircinum #heimischeorchideen #naturfotografie #truehdr
Freitag, 22. Mai 2026
Rosahelme
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Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) ist eine streng geschützte Orchidee,
die bei uns auf meist sonnigen, nährstoffarmen und kalkhaltigen
Halbtrockenrasen zu finden ist. Ihr wissenschaftlicher Name (lat. miles=Soldat)
ist wörtlich zu nehmen, da die oberen Blütenblätter einen Helm ausbilden, während
der untere Blütenteil wie eine Figur mit kleinen Armen und Beinen auszusehen
scheint. Ein Blütenstand wirkt aus der Nähe betrachtet wie eine Ansammlung
winziger, schwebender Soldaten. In der modernen Systematik der Pflanzen, die
Carl von Linné 1753 aufstellte, ist sie Typus-Art für die gesamte weltweite Gattung
der Orchideen.
Rosahelme — www.kunstvomfeld.de #helmknabenkraut #orchismilitaris #heimischeorchideen #naturfotografie #truehdr
Freitag, 15. Mai 2026
Mutterglück
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Elche (Alces alces) sind mit einer Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern und
einem Gewicht von über 400 Kilogramm die größte lebende Hirschart. Die
hervorragenden Schwimmer bringen nach 8 Monaten Tragzeit im Frühjahr meist ein,
manchmal auch zwei Kälber zur Welt. Durch die fettreiche Muttermilch verdoppelt
sich das Geburtsgewicht von rund 10 kg bereits innerhalb der ersten drei
Wochen. Elchkühe sind in dieser Zeit deutlich aggressiver als die Bullen und verteidigen
ihren Nachwuchs mit gezielten Tritten ihrer Vorderhufe, die sogar Bären oder
Wölfe töten können.
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Freitag, 8. Mai 2026
Duftfächer
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Maikäfer (Melolontha) tragen fächerförmige Fühler, mit denen sie Gerüche wahrnehmen
können. Die handförmigen Fächer der Männchen besitzen sieben Lamellen mit
insgesamt etwa 50.000 Geruchssensoren (Weibchen tragen sechs kleinere Lamellen
mit etwa 9.000 dieser Nerven). Dabei können sie Duftstoffe von zerkauten
Pflanzensäften und Pheromonen, die die Weibchen verströmen, aus mehreren hundert
Metern Entfernung wahrnehmen. Die hochsensiblen Geruchsorgane können bei Gefahr
oder im Regen zusammengeklappt oder auf Partnersuche gezielt auseinandergespreizt
werden. Der Maikäfer zeigt damit eindrucksvoll, dass selbst unscheinbare Tiere
hochentwickelte Spezialwerkzeuge besitzen – man muss nur genauer hinsehen.
Duftfächer — www.kunstvomfeld.de #maikäfer #naturwunder #insektenwelt #frühlingsboten
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Sonntag, 3. Mai 2026
Waldkind
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Eichen (Quercus) produzieren bis zu 50.000 Eicheln, die vielen Tieren als Nahrungsquelle dienen. Die Nussfrüchte fallen nach dem Abwurf im Herbst zunächst in eine Winterruhe (Dormanz). Durch die Winterkälte werden keimhemmende Hormone abgebaut, so dass bei zunehmender Wärme im Frühjahr zunächst die kleine Pfahlwurzel keimt und senkrecht in den Boden wächst. Gut verankert und mit Wasser versorgt, wächst dann auch der Spross nach oben. Bis zur Bildung von Blättern zur Fotosynthese dienen dabei die beiden Keimblätter (Eichelhälften) als „Rucksackbatterie“, um eingelagerte Nährstoffe für das Wachstum bereitzustellen. Die Keimblätter bilden häufig als Schutz vor UV-Strahlung rote Farbstoffe (Anthocyane).
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Freitag, 24. April 2026
Schwarzseher
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Freitag, 17. April 2026
Speisemorchel
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Die Speisemorchel (Morchella esculenta) ist einer der begehrtesten und teuersten Pilze der Welt. Der roh giftige Schlauchpilz mit seinem durchgängig hohlen Stiel entfaltet nach Trocknung und ausreichend langer Garung ein intensives Umami-Aroma, das vielen Speisen einen intensiven Geschmack verleihen kann. Man findet den Zersetzer gerne auf kalkreichen Böden in der Nähe alter Apfelbäume, Eschen oder Ulmen.
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